dieser Spruch ist älter als ich… googelt man danach im Internet findet man verschiedene Quellen dazu. Meist steht dabei, dass man es aus Frustration sagt, da man sich aufgeopfert hat und es nicht anerkannt wurde. Warum tut man sich das an? Wieso gibt man für Menschen so viel und wird am Ende „bestraft“? Es fühlt sich wie eine Bestrafung an, doch ist es das wirklich? Ist man nicht selbst schuld, wenn man sich für andere aufgibt und alles stehen und liegen lässt? Man macht sich selbst zum Opfer!
Es gibt viel Esel, welche wollen
Daß Nachtigallen tragen sollen,
Des Esels Säcke hin und her;
Ob nun mit Recht, fällt mir zu sagen schwer.
Dies weiß ich: Nachtigallen wollen
Nicht, daß die Esel singen sollen.
Ich habe mich selbst aufgeopfert, wie man so schön sagt. Für ein paar Menschen, wo ich dachte, dass sie mich schätzen, meine Arbeit anerkennen und habe gehofft, diese Wertschätzung irgendwann zu spüren zu bekommen, doch das Gegenteil ist passiert. Ich habe mich selbst zum Opfer gemacht. Keinen Menschen interessiert es, ob Du Probleme hast, weil Du soviel gibst, denn Du bist ja da und tust es. Wenn Du aufhörst, nur zu geben, wirst Du schnell merken, dass Kritik kommt und die Fehlersuche losgeht. Jaja, ich bin nicht so… das sage ich mir auch immer, doch ist das wirklich so? Die einen sind vielleicht einfach schon weiter und haben erkannt, dass es nichts bringt, nur anderen hilft und man selbst auf der Strecke bleibt und einfach aufgehört für andere etwas zu tun oder zu geben. Ich hingegen aber mehr gegeben, als ich sollte, habe alles andere liegen gelassen, nur um irgendwann vielleicht dieses DANKE zu hören, zu spüren oder anerkannt zu werden. Die Suche nach Aufmerksamkeit trägt jeder in sich, jeder auf seine Art und Weise, doch prinzipiell sind wir doch alle gleich im Streben nach mehr…
Aussenstehende, die nicht davon profitieren, weil man soviel tut, sehen oft, was man eigentlich leistet, weil sie davon keinen Nutzen haben oder selbst bereits viel Zeit investiert haben in derartige Projekte und wissen, dass es gut tut, dieses Lob, diese Anerkennung, dieser Dank und sagen es Dir dann, was Dich motiviert, weiter zu machen, denn man erkennt es ja an! Genau da, sollte man nicht mehr naiv denken, dass es woanders besser wird und ist. Man sieht es nur, weil man nicht involviert ist und erkennt es somit auch an, weil man von außen die Leistung betrachten kann. Man sieht nicht die Fehler, denn man ist zu weit weg vom Geschehen. Jeder macht Fehler, dazu stehen kann nicht jeder, das ist bekannt, doch bist Du es? Ich war und bin es, auch wenn es sich beschissen anfühlt, doch was bringt es nicht dazu zu stehen? Die Fehler kann man korrigieren, ausbessern und nicht nochmal machen, doch wenn man nicht dazu steht, ist es trotzdem passiert und ändert sich nicht oder verschwindet, weil man schweigt oder gar verleugnet.
Ich habe gegeben und gegeben und stehe nun da, habe nichts davon, falle emotional in ein Tief, fühle nur noch Ungerechtigkeit und Negativ, empfinde es als unfair, so behandelt zu werden, doch ich habe hart darauf hin gearbeitet! Manche Menschen rieten mir oft, an mich zu denken und nicht nur für bestimmte Menschen und Einrichtungen weiterhin alles zu geben, denn es wird mir keiner danken. Diese Warnungen hab ich gekonnt ignoriert und nun sitze ich da, bedauere mich selbst, weil es nicht fair ist. Nein, es ist auch nicht fair, es ist einfach nur scheiße und diese Personen werden mich nie zu schätzen wissen, doch daran bin ich selbst schuld! Ich sagte fast nie Nein, habe meinen Job verloren und mich mit Nebenjobs über Wasser gehalten, ging soweit, dass ich keine Rechnungen mehr bezahlen konnte und trotzdem war ich weiterhin 24/7 für alle da! Ich fühlte mich dadurch gut, anderen zu helfen, etwas zu bewirken, was zu verändern und war gern gesehen, doch in Wirklichkeit bin ich nur geflüchtet vor mir selbst!
Ich hab mich selbst abgestellt an einem Nullpunkt, mich dort stehen lassen, um für alle anderen da zu sein, alles zu geben, ging über körperliche und mentale Grenzen, nur um ein Danke zu spüren. Brachte einige Menschen vorwärts, damit sie ihrem Ziel ein Stück näher kommen, doch der Preis dafür war, dass ich mich selbst immer wieder am Nullpunkt parkte und nun ist alles vorbei. Die ganze Arbeit, die Mühe, die Gedanken, die Pläne, alles einfach vorbei, denn ich sitze immer noch am Nullpunkt und da ist niemand, der meine Hand nimmt und sagt, ich helfe Dir aufzustehen, jeder geht vorbei und schaut mich abwertend an. Einige, weil sie auf das hören, was diese Menschen negatives über mich berichten, einige weil sie nicht wissen, warum ich mich so sitzen lassen habe und einige, weil sie mir selbst die Schuld für alles geben. Alle zusammen werden weiterkommen, auch wenn ich dazu beigetragen habe, in ihren Augen das nicht so ist, doch ich werde selbst aufstehen müssen und einen Weg finden müssen, damit ich nicht wieder um Aufmerksamkeit ringe, indem ich anderen helfe, ihre Ziele zu verfolgen. Ich habe selbst Ziele, Träume und Hoffnungen. Wie soll jemanden mich zu schätzen wissen, wenn ich mich selbst nicht schätze?
Es wird hart und ich werde sicher wieder eine Ausrede finden, um mich nicht mit mir selbst auseinander setzen zu müssen. Werde Angebote bekommen, wo ich mich wieder aufopfern kann und alles gebe, um mich am Nullpunkt sitzen zu lassen, doch ich will das nicht mehr! Ich werde mich von Menschen distanzieren, die nur auf ihren Vorteil aus sind und mich „ausnutzen“, doch das liegt nun in meiner Hand! Ich muss lernen, das nicht zu zu lassen und nicht nach deren Anerkennung betteln, denn es gibt sehr wohl auch Menschen, die mich schätzen, die nicht selbstverständlich meinen, dass ich immer da bin, dazu muss ich aber lernen, Nein zu sagen!
Nicht diese Menschen sind schuld, dass es mir schlecht geht, sondern nur ich selbst! Ich habe es zugelassen, meine Zeit investiert und meine Energie in deren Ziele gesteckt, obwohl alle Alarmsignale da waren, habe ich weiter gekämpft für alle, nur nicht für mich. Wenige sehen mich als Teil ihres Erfolges an, doch diese wenigen haben erkannt, was ich getan habe und für diese lohnt es sich auch, mal etwas meiner Zeit zu opfern, denn die nehmen sich auch die Zeit, sich zu mir zu setzen und zu zu hören, geben selbst auch für andere ihre Zeit her und schätzen es, da sie selbst oft nicht geschätzt wurden. Diese Menschen sollte man behalten, auch wenn alle rund herum nur das Negative über diese Personen berichten, weil alle rund herum nur auf ihren eigenen Vorteil aus sind und niemals für andere etwas geben würden, wo sie selbst nicht davon profitieren. Doch eins haben wir alle Gemeinsam, das Streben nach Anerkennung…

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